Mullenberg: Ich fühlte mich als Sieger
- Erstellt am Dienstag, 17. April 2012 00:28
Peter Mullenberg ist nach seinem schnellen ausscheiden beim Olympischen Qualifikationsturnier in Trabzon zutiefst enttäuscht. Der Niederländer hatte mit nur einem Punkt unterschied gegen den Italiener Simone Fiori verloren.
„Ich kann wohl Jammern! Ich habe wirklich keine schlechte Leistung gebracht! Ich wusste, dass ich den Italiener hätte schlagen und danach auf einen Gegner aus Lettland treffen können, den ich ebenfalls besiegen könnte. Aber die Punktrichter haben etwas anderes beschlossen. Ich fühlte mich wie der Sieger, auch nach der letzten Runde. Aber trotzdem verlor ich mit einem Punkt unterschied. Die Enttäuschung ist groß!“ ließ Mullenberg über die Website des Niederländischen Verbandes mitteilen.
Nachdem er die Olympischen Spiele verpasst hat, ist sich Mullenberg momentan nicht sicher, wie es nun mit seiner Karriere weitergehen soll. Da er noch einige Zeit in Trabzon bleiben muss, wird er die Zeit nutzten, um eine Entscheidung zu treffen. „Ich kann in der Zeit gut über meine Zukunft als Amateurboxer nachdenken. Ich frage mich nun, wofür ich das alles noch tun soll. Ich habe oft durch die Punktrichter verloren und zweifel ernsthaft, ob ich das noch 4 Jahre bis zu den Spielen in Rio durchhalte. Das ist eine sehr lange Zeit. Aber nun bin ich noch emotional zu aufgeladen, um einen Beschluss zu machen!“ Ob Mullenberg im Fall eines Karriereendes bei den Amateuren zu den Profis wechselt, ließ der Niederländer bisher nicht verlauten.
Aber die Niederländer haben noch ein Eisen im Feuer: Die starke Nouchka Fontijn bekommt im kommenden Monat die Chance, sich in China für die Olympiade zu qualifizieren. Im Fall eines Erfolges wäre sie die einzige niederländische Box-Vertretung bei den Spielen in London.
Mullenberg bei einem früheren Kampf:


































