Robert Woge: „Der Knoten ist geplatzt!“
- Erstellt am Mittwoch, 18. April 2012 23:32
- Geschrieben von Frank Bleydorn
Am 5. Mai steht für Robert Woge (8-0, 7 K.o.´s) die nächste Bewährungsprobe auf dem Programm. In der Messehalle in Erfurt - dort finden am gleichen Abend auch die WM-Kämpfe von Marco Huck (34-2, 25 K.o.´s - im Cruisergewicht gegen den Briten Ola Afolabi) und Robert Stieglitz (41-2, 23 K.o.´s - im Super-Mittelgewicht) sowie die Schwergewichts-Europameisterschaft zwischen Alexander Dimitrenko (32-1, 21 K.o.´s) und Kubrat Pulev (15-0, 7 K.o.´s) statt - wird der 27-jährige Halbschwergewichtler seinen neunten Profikampf bestreiten. Hierbei trifft er auf den Ungarn Ferenc Hafner. Der blieb bislang ungeschlagen. In zwölf Einsätzen als Berufsboxer erzielte er zwölf Siege. Neunmal gewann er dabei durch K.o.
Der Kampf in Erfurt ist für den in Bernburg geborenen Woge eine ganz besondere Angelegenheit. „Da werden sicher viele Freunde und Bekannte dabei sein, um mich zu unterstützen. Das ist wie ein Heimspiel für mich. Da will ich glänzen“, erzählt er. Das tat er bei seinen letzten Auftritten ohnehin. Zuletzt bekam das am 31. März in Kiel Carl Dilks zu spüren. Zweimal schickte Woge den Briten in der Sparkassen-Arena zu Boden, ehe sein K.o.-Sieg in der dritten Runde feststand. „Der Knoten ist geplatzt“, jubelte der Deutsche hinterher. „Beim ersten Auftritt auf einer Sauerland-Veranstaltung im Oktober 2010 hatte ich mich noch gequält. Aber das ist längst Schnee von gestern. Inzwischen läuft es richtig rund.“
Das sollte es auch. Denn mit Hafner bekommt Robert Woge einen bei den Profis noch ungeschlagenen Kontrahenten vor die Fäuste. „Ich sehe das ganz entspannt. Das war auch vor dem letzten Kampf so. Ich bestreite meine Sparringsphase ja immer mit absoluten Top-Leuten, da kann ich beruhigt an die jeweilige Sache herangehen“, gibt sich der in Halle an der Saale lebende Halbschwergewichtler souverän. Er fährt fort: „Klar, den Willen eines Boxers, der noch ungeschlagen ist, den muss man erst einmal brechen. Aber ich bin bereit dazu. Ich habe nach dem letzten Kampf nur vier oder fünf Tage mit dem Training ausgesetzt. Danach bin ich gleich wieder in die Vorbereitung eingestiegen. Ich bin also topfit!“
Auch die Tatsache, dass es sich bei seinem Gegner aus Ungarn um einen Rechtsausleger handelt, bereitet dem Schützling von Erfolgscoach Ulli Wegner kein Kopfzerbrechen. „Bei den Amateuren habe ich früher gegen die Rechtsausleger sogar fast immer besonders gut ausgesehen“, erzählt der deutsche Halbschwergewichtler. „Bei den Profis hatte ich noch keinen dabei. Aber zum Beispiel änderte der Italiener Roberto Cocco - mein Gegner am 25. Februar dieses Jahres in Stuttgart - während des Kampfes immer wieder die Auslage. Mir machte das allerdings nicht das Geringste aus. Im Gegenteil: Am Ende habe ich ihn sogar noch in der siebten Runde vorzeitig besiegt.“


































