Talente Weltweit: Khedafi Djelkhir (Frankreich)
- Erstellt am Sonntag, 08. April 2012 21:35
- Geschrieben von Morten König
Wenn der französische Superbantamgewichtler Khedafi Djelkhir in den Ring steigt, dann wissen seine Fans, was sie erwartet. Der Silbermedaillengewinner von Peking 2008 steht für gnadenloses Offensivboxen. Trotz seiner vorhandenen Technik stürzt sich Djelkhir mit Vorliebe in den Brawl und wurde so rasch zum Publikumsliebling.
Bei den Amateuren war Djelkhir vor allem im Federgewicht erfolgreich. Neben dem Olympiasilber konnte er zweiter bei den Europameisterschaften 2004 werden, wo er im Finale Vitali Tajbert unterlag. Eben dieser war es auch, der eine Olympiateilnahme in diesem Jahr verhinderte, da er Djelkhir bei einem Ausscheidungsturnier bezwang. 2008 konnte der Franzose aber nach Peking reisen und sich die Silbermedaille sichern.
2009 folgte dann der Wechsel zu den Profis. Der Stil des 28 Jährigen aus Besancon erwies sich rasch als ideal, um im Profilager für Aufmerksamkeit zu sorgen. Djelkhir agiert am liebsten am Mann, wo er Haken austeilt und versucht, seine Gegner in einen offenen Schlagabtausch zu zwingen. Der Nachteil dabei ist, dass er sich öfters mal Konter einfängt und bereits einmal zu Boden musste. Dies war, als er in seinem US-Debüt auf Jorge Cordero traf. Nachdem Cordero rasch am Boden war, setzte der Franzose zu aggressiv nach und lief in einen Konter hinein. Schwer angeschlagen kam er wieder auf die Beine und wirkte, als habe er ernsthafte Probleme. Djelkhir drehte den Kampf aber, indem er seinen Kontrahenten noch in derselben Runde ausknockte. Kämpfe wie diesen machen den Brawler so beliebt.
2010 konnte er sich schließlich mit einem klaren Punktsieg über den bis dahin ungeschlagenen Anthony Arimany seinen ersten Profititel holen: Den des französischen Meisters. Mittlerweile hat Khedafi Djelkhir einen Rekord von 11(8)-0-0 und könnte schon bald das Superbantamgewicht aufmischen.

































